Freitag, 21. August 2026

WMOC 2026

 10 Tage OL-Pur: Ein Fazit 🧭🏃‍♂️

Hinter mir liegen 10 intensive Tage Orientierungslauf – vollgepackt mit den Bavarian Forest 5 Days im Fichtelgebirge und der WMOC 2026 bei RzeszĂłw in Polen.

Das Wetter meinte es extrem gut mit uns: durchgehend warm bis drĂŒckend heiß, und wenn ĂŒberhaupt mal ein paar Regentropfen fielen, dann verlĂ€sslich nachts. Das GelĂ€nde bot wirklich alles – von absolut genialen TraumwĂ€ldern bis hin zu schlichtweg abartigen Passagen. Entsprechend bunt gemischt fielen auch die Ergebnisse aus: von richtig gut bis solide genĂŒgend war alles dabei.

Das Wichtigste aber: Nach 10 Tagen vollem Einsatz bin ich komplett verletzungsfrei durchgekommen. Ein echter OL-Marathon!

Sprint Quasli in Przeworsk. Przeworsk liegt nur noch ca. 50 km von der ukrainischen Grenze entfernt.
Diese NĂ€he fĂŒhrt die Gleichzeitigkeit zweier völlig unterschiedlicher Welten eindringlich vor Augen: Hier die konzentrierte Friedlichkeit eines sportlichen Wettkampfs, wenige Fahrminuten weiter die BrutalitĂ€t eines tĂ€glichen Überlebenskampfs.





A-Final M80. Mit einer Zeit von unter 18 Minuten wĂ€re eigentlich Rang 16 von 54 drin gewesen. Leider habe ich im Laufschritt Posten 5 auf der Karte ĂŒbersehen: Durch meine Rot-GrĂŒn-SchwĂ€che war der Kreis fĂŒr mich kaum erkennbar und ich hielt ihn fĂ€lschlicherweise fĂŒr eine Mauer. Beim OL zĂ€hlt am Ende eben nur eine vollstĂ€ndige Quittung aller Posten. Das Fehlstempeln schmerzt zwar kurz, aber die Freude ĂŒber das tolle Rennen ĂŒberwiegt!






Starker Wettkampf bei der Waldquali ĂŒber Mittel- und Langdistanz. Die GelĂ€ndephysis war perfekt: hervorragend belaufbarer Wald ohne hinderliches Totholz, was ein hohes Grundtempo erlaubte. Mit einem sehr soliden Lauf reichte es im starken Teilnehmerfeld fĂŒr Rang 14 von 55. 







Harter Kampf im A-Finale der M80 ĂŒber die Langdistanz Sowohl körperlich als auch orientierungstechnisch wurde mir heute alles abverlangt. Mangelnde Weitsicht und schlechte Belaufbarkeit prĂ€gten das Terrain. Die SchlĂŒsselszenen des Rennens waren Posten 4 und 7, die im dichten GrĂŒn versteckt lagen und mich jeweils rund 10-15 Minuten Suchzeit kosteten. Trotz des Erreichen meiner Leistungsgrenze habe ich das Rennen konsequent bis ins Ziel durchgezogen.


Mittwoch, 12. August 2026

Bavarian Forest 5 days

Die Bavarian Forest 5 Days im Fichtelgebirge sind mit dem Sprint in Weißenstadt zu Ende gegangen. Bei stellenweise drĂŒckender Hitze war jede der fĂŒnf Etappen eine physische und mentale Herausforderung. Sportlich fĂ€llt die Bilanz gemischt aus: Drei richtig gute WaldlĂ€ufe zeigen die Formkurve, auch wenn ein verpatzter Waldtag und ein verfahrerner Finalsprint die Bilanz etwas trĂŒben. Ein intensives Etappenrennen unter Extrembedingungen – das Positive mitnehmen und weiter geht’s an die WMOC nach Polen!

Unsere Unterkunft: Pension Wanninger in Warmensteinach. Sehr schön und ruhig gelegene Pension mit Pool und herrlichem Ausblick. Wir hatten das großzĂŒgige Zimmer 1 mit großem Bad und haben uns sehr wohlgefĂŒhlt. Das leckere FrĂŒhstĂŒck in den liebevoll eingerichteten RĂ€umen und die ĂŒberaus zuvorkommende Gastgeberin – die uns sogar einen gemĂŒtlichen Sektabend beschert hat – machten diese Unterkunft zu einem echten GlĂŒcksfall.






3.Etappe Bavarian Forest 5 Days im Fichtelgebirge: Technisch genial, physisch brutal. Von Steinhaufen zu Steinhaufen durch kniehohe Heidelbeeren – extrem schwer belaufbar, aber OL vom Feinsten!











Hitzeschlacht zur Mittagszeit bei 35 Grad! Die letzte Waldetappe verlangte durch frischen Holzschlag und hĂŒfthohe Heidelbeeren noch einmal alles ab. Bis P5 lief es gut, doch an P6 habe ich mich im Postenraum komplett festgelaufen (gefĂŒhlt 15 Min. Suche ohne Fund). Rennen abgehakt.



Der Sprint war ein Reinfall. Der dicke Schnitzer zu Posten 4 hat mich mental komplett rausgehauen. Danach ging gar nichts mehr.“

Das waren meine LĂ€ufe 960,961,962,963,964

Mittwoch, 8. Juli 2026

Oslo und Fjord-OL

Allen schlechten Wetterprognosen zum Trotz wurden wir auf unserer Norwegenreise (25.06. – 05.07.) mit bestem Sommerwetter belohnt. Das galt bereits fĂŒr die ersten drei Tage in Oslo, die ganz im Zeichen des Orientierungslaufs standen – inklusive eines Sprints auf der anspruchsvollen Elitebahn. Da parallel ein Spiel der norwegischen Nationalmannschaft im Public Viewing gezeigt wurde, herrschte in der von Fußballfans belebten Stadt eine großartige AtmosphĂ€re. Danach folgte eine rund fĂŒnfstĂŒndige FĂ€hrpassage durch die beeindruckende Fjordlandschaft nach Sogndal, dem Austragungsort des diesjĂ€hrigen Fjord-OL. 


Die Herren 80 durften (oder mussten) diesmal auf der anspruchsvollen Elite-Bahn der MĂ€nner ran. Der Parcours war extrem knifflig und mit vielen kĂŒnstlichen Sperren gespickt. Trotz der Herausforderung kam ich ohne Patzer durch!









Easy Sprint in Sogendal











2. Etappe: Der brutale,,Warm-up'':290 Höhenmeter auf nur 1.35km Strecke - und das war nur der Weg zum eigentlichen Start. Das Terrain: 150Höhenmeter auf 3.6km in wunderschönem, aber anspruchsvollem alpinen GelĂ€nde voller steine und SĂŒmpfe, bei 10 Grad und leichtem Regen.










Was fĂŒr eine Schlacht bei der 3. Etappe des Fjord OL! 🏔️ Das alpine GelĂ€nde hat mir physisch und technisch absolut alles abverlangt – ich war am Limit. Aber Aufgeben war keine Option: Trotz aller Widrigkeiten durchgezogen und ohne Fehlstempel gefinisht! 🎯







4. und letzte Etappe beim Fjord OL – Haken dahinter! 🏁

Bei bestem Wetter ging es heute in die finale Runde. Das GelĂ€nde hatte es allerdings in sich: extrem ruppig, schwer belaufbar, voller Steine, dichter Bodenvegetation und SĂŒmpfen, gepaart mit teilweise minimaler Sicht.

Absolut nicht mein Tag. Ich habe viel zu viel Zeit mit Suchaktionen im Postenraum verloren. Zu allem Überfluss setzte bei Posten 7 auch noch das Kopfkino ein: Hatte ich Posten 6 eigentlich quittiert oder nicht? đŸ€” Um kein Risiko einzugehen und weil um 15 Uhr bereits mein Flieger nach Oslo wartete, habe ich das Rennen abgebrochen und bin direkt ins Ziel gelaufen. Ein zĂ€her Abschluss, aber das nĂ€chste Abenteuer wartet schon! ✈️

Montag, 11. Mai 2026

Schweizer Sprint OL Meisterschaft in Lausanne

Es war wirklich ein einmaliges Erlebnis: Der Start direkt in einem Museum – das hatte schon was! Danach ging es im Vollsprint durch die engen Gassen der Altstadt, Treppe rauf, Treppe runter, technisch extrem anspruchsvoll.

Wahrscheinlich hat dieser ‚Tricky Sprint‘ mein Gehirn etwas ĂŒberfordert: Erst die Unsicherheit nach P13, und bei P16 dachte ich tatsĂ€chlich, ich hĂ€tte es geschafft. Ich stand 30 Sekunden lang völlig ĂŒberzeugt im ‚Ziel‘, bis der Groschen fiel, dass ich noch weiter muss. Ein herrlicher Aussetzer – da war ich wohl doch nicht ganz so wach wie gedacht!

Dennoch Rang 6/18 H80



Rangliste Sprint

Dienstag, 28. April 2026

Tessiner Weekend

1. Tag: 5. Nationaler OL – Arcegno (Mitteldistanz)

GelÀnde: Physisch fordernder Wald, steile GrÀben, steiniger Untergrund.

Der Wald von Arcegno verlangte alles ab. Neben der physischen Belastung durch das anspruchsvolle Terrain war vor allem die technische Komponente im „riskanten AbwĂ€rts-Rennen“ entscheidend.

Mein Lauf war geprĂ€gt von Leseschwierigkeiten auf der unĂŒbersichtlichen Karte. Dies fĂŒhrte zu zwei markanten Fehlern in der Routenwahl und Postenanlauf:

  • Fehlplanung: Von Start direkt auf P2 gelesen (P1 ĂŒbersehen).

  • Wiederholungsfehler: Von P6 direkt auf P8 gelesen.

  • Zeitverlust: Dieser Fauxpas zu P7 kostete knapp 7 Minuten.

Trotz dieser mentalen RĂŒckschlĂ€ge gelang es, den Fokus wiederzufinden und das Rennen solide und heil zu Ende zu bringen.

Ergebnis: * Rang: 7 von 18 H80









2. Tag: 6. Nationaler OL – Ascona (Urban Sprint)

GelÀnde: Enge GÀsschen, urbane Struktur, Zielarena auf der Piazza.

Am Sonntag wechselte die Szenerie vom wilden Wald in die malerische Kulisse von Ascona. Der Sprint war geprĂ€gt von hohem Tempo und der Notwendigkeit fĂŒr extrem schnelle Entscheidungen in den verwinkelten Gassen.

Der Lauf durch die Altstadt war ein Genuss fĂŒr die Sinne, forderte aber volle Konzentration. Ein paar kleine Unsicherheiten bei den Richtungsentscheidungen in den engen DurchgĂ€ngen verhinderten eine noch bessere Platzierung. Das Highlight war zweifellos der spektakulĂ€re Zieleinlauf auf der sonnengefluteten Piazza direkt am Lago Maggiore.

  • Rang: 8. von 18 H80

  • Fazit: Solide Leistung in einem dichten Feld.


Gesamtfazit

Ein sportlich intensives Wochenende im Tessin. Mit zwei Top-10-Platzierungen in der Kategorie H80. WĂ€hrend in Arcegno die Karte die grĂ¶ĂŸte HĂŒrde darstellte, war es in Ascona die AgilitĂ€t in den Gassen.

Bilanz: Physisch okay, technisch mit Potenzial fĂŒr das nĂ€chste Mal – aber ein Erlebnis, das durch Wetter und Kulisse unschlagbar war.


Rangliste Mitteldistanz

Rangliste Sprint

Sonntag, 19. April 2026

Nat. OL 3+4

Rheintaler OL-Weekend: Zwischen tiefen GrÀben und Altstadtgassen

Das Rheintaler OL-Weekend in AltstĂ€tten bot ein Kontrastprogramm der Extraklasse. Der Samstag startete mit einer physisch und technisch extrem fordernden Langdistanz. In den dichten WĂ€ldern zwischen 500 und 900 m ĂŒ. M. machten unzĂ€hlige Rinnen und viel Fallholz das Vorankommen zur Qual. Am Sonntag folgte als GegenstĂŒck ein rasanter Sprint durch die malerische AltstĂ€tter Altstadt.

Meine Bilanz:

  • Langdistanz (Samstag): Ein Tag zum Vergessen. Nach einem soliden Start verlor ich zu Posten 4 komplett die Orientierung. Der Kampf durch dichtes Unterholz endete in einer mĂŒhsamen Korrektur inklusive 80 ungeplanter Höhenmeter. Völlig erschöpft glich der Rest des Laufs eher einer Suchaktion als einem gezielten Wettkampf.

  • Sprint (Sonntag): Der Start verlief etwas holprig, da ich im dichten Postennetz bei Posten 2 zunĂ€chst zwei falsche Standorte anlief und eine schlechte Route zu P3 wĂ€hlte. Danach fand ich jedoch meinen Rhythmus und konnte das Rennen mit einem versöhnlichen GefĂŒhl abschließen.



 


















Sonntag, 12. April 2026

Bibrister OL

StĂ€dchensprint in Grenchen – kĂŒhl, leicht regnerisch und wie sich zeigte: tĂŒckisch.

Mein Rennen war allerdings schon nach wenigen Minuten praktisch entschieden. Der Start misslang grĂŒndlich, und auf dem Weg zu Posten 1 wĂ€hlte ich zielsicher… die falsche Gasse. Ein klassischer Fall von „frĂŒh orientiert – aber leider falsch“.

Zu Posten 2 dann die Kehrtwende: sauber gefunden, sogar mit Bestzeit auf diesem Abschnitt. Danach lief es wieder wie am SchnĂŒrchen, und bis ins Ziel gab es nichts mehr zu beanstanden.

Fazit: Ein Rennen mit zwei Gesichtern – vorne ein Aussetzer, hinten ein solider Lauf.

Schlussrang: 5. Platz von 14 in der Kategorie H80 



Montag, 6. April 2026

Paskelob, Easter 3 days Orienteering in DĂ€nemark


Meine Teilnahme am 3-Tage-OL bei Horsens in DĂ€nemark bleibt in bester Erinnerung – auch wenn das Wetter eher auf der frostigen als auf der gemĂŒtlichen Seite war. Immerhin: trocken, und das ist beim OL ja schon die halbe Miete.

Die 1. Etappe fĂŒhrte durch einen flachen, sehr schönen und angenehm belaufbaren Wald. Ein richtiges „GenussgelĂ€nde“. Entsprechend lief es mir auch gut: keine grösseren Fehler, sauber durchgezogen – Rang 11 von 45 in der Kategorie H80. Ein solider Einstieg.

Die 2. Etappe hatte dann einen ganz anderen Charakter und erinnerte stark an die Schweiz: steilere HĂ€nge, mehr Dickichte und insgesamt deutlich anspruchsvoller. Auch körperlich war das eine andere Liga. Zu den Posten zwei und drei verlor ich allerdings etwas die Konzentration und irrte kurzfristig etwas kopflos im GrĂŒnen umher – das kostete unnötig Zeit. Dazu kamen noch zwei, drei nicht ganz optimale Routenentscheide. Am Ende resultierte Rang 14 von 45

Die 3. Etappe im Jagdstart war dann das absolute Highlight. Traumhaftes GelĂ€nde: meist moosbedeckter Boden, wunderbar weich und hervorragend belaufbar – so macht OL richtig Spass! Mir gelang ein richtig guter Lauf. Nach etwas mehr als der HĂ€lfte konnte ich sogar einen LĂ€ufer einholen, der ĂŒber zwei Minuten vor mir gestartet war – das motiviert zusĂ€tzlich. Am Schluss Rang 3 von 45 in der Tageswertung und im Gesamtklassement noch von Rang 11 auf Rang 9 nach vorne gearbeitet.

Fazit: Drei gelungene WettkĂ€mpfe, abwechslungsreiche GelĂ€nde und viel Freude am Laufen – so darf es gerne weitergehen.









Dies waren meine OL Rennen Nr, 946, 947, 948.... schaffe ich noch die 1000 in diesem Jahr?

Montag, 30. MĂ€rz 2026

1. Nat Wochednende

Erstes nationales OL-Wochenende: Zwischen KĂ€lte-Krimi und Konzentrationspoker

Das erste nationale Wochenende hatte es in sich. Am Samstag in Utzigen herrschten echte Winterbedingungen: Schneegestöber und KĂ€lte in einem ohnehin schwer belaufbaren GelĂ€nde. Technisch gelang mir noch einigermasen ein solider Lauf – bis zum zweitletzten Posten. Dort verliess mich die Konzentration, und ich rannte sprichwörtlich „kopflos ins Verderben“. Ein 13 Minuten Fehler

Am Sonntag in Neuenegg folgte der klassische Kaltstart: Ein „Super-GAU“ direkt zum ersten Posten kostete viel Zeit. Den Rest der Langdistanz konnte ich hingegen sauber allerdings zu wenig zĂŒgig durchziehen. 

 Fazit: Die Form stimmt noch nicht, und die fehlende Konstanz in der Konzentration verhinderte zwei Bessere-Resultate. 


Samstag Rang 15/22 H80   
Sonntag Rang 8/14 H80

Montag, 23. MĂ€rz 2026

Langenthaler OL

Zweiter regionaler OL bei Langenthal bei kĂŒhlem, aber schönem Wetter. Ruppiger Wald mit viel Bodenbewuchs, entsprechend anspruchsvoll.

Bis Posten 4 gut unterwegs, dann ein 180°-Fehler beim Weglaufen, den ich zu spĂ€t bemerkte (ca. 3 Minuten Verlust). Danach wieder sauber im Lauf.

Insgesamt ein solider Lauf. Rang 17 in H80.


Sonntag, 15. MĂ€rz 2026

Herzogenbuchser OL

 Mit dem Herzogenbuchser OL bei Bannwil begann fĂŒr mich die neue Schweizer OL-Saison – und zugleich mein erster Lauf in der Alterskategorie H80. Bei kaltem Winterwetter ging es durch einen der schöneren MittellandwĂ€lder, der zu dieser Jahreszeit sehr gut belaufbar war.

Bis Posten 7 lief es optimal: Dort lag ich noch eine Minute vor dem spÀteren Sieger. Leider vergab ich meine gute Ausgangslage auf dem Weg zu Posten 8, was mich den möglichen Sieg kostete.

Am Ende resultierte dennoch ein erfreulicher 3. Rang von 12 LĂ€ufern, mit 2 Minuten und 5 Sekunden RĂŒckstand auf den Sieger.

Ein schöner Auftakt in die neue Saison!


Donnerstag, 26. Februar 2026

Portugal 2026

 18. Teilnahme am Portugal O-Meeting in Mira (13.–17. Februar 2026)

Auch 2026 fĂŒhrte mich der Saisonauftakt im Orientierungslauf wieder nach Portugal. Bereits zum 18. Mal nahm ich am Portugal O-Meeting in Mira teil – inzwischen ein fester Bestandteil meines OL-Jahresprogramms und immer wieder ein Wiedersehen mit vertrauten Landschaften und bekannten Gesichtern.

Diesmal begann die Reise 4. Februar allerdings wettertechnisch wenig portugiesisch. Am Wochenende 7./8. Feb. beim BLOM26 in Figueira da Foz zeigte sich der Atlantik von seiner rauen Seite. Starker Wind, Regen und zeitweise richtig stĂŒrmische Bedingungen begleiteten die WettkĂ€mpfe. Die DĂŒnenlandschaften waren zwar wie immer reizvoll, doch Orientierungslauf bei peitschendem Regen verlangt zusĂ€tzliche Konzentration – Karte trocken halten, Kompass ruhig fĂŒhren und trotz nassem Untergrund sauber laufen. Eine echte Herausforderung gleich zu Beginn der Reise.

Zum Start des Portugal O-Meetings vom 13. bis 17. Februar in Mira besserte sich das Wetter langsam. Wind und Regen liessen von Etappe zu Etappe nach, und die Bedingungen wurden zunehmend angenehmer. Die typischen PinienwĂ€lder mit ihrem sandigen Boden verlangten prĂ€zises Orientieren, auch wenn das GelĂ€nde oft harmlos aussieht. Kleine Richtungsfehler können hier schnell Zeit kosten. Gerade diese Mischung aus gut belaufbaren Abschnitten und technischen Passagen macht fĂŒr mich den besonderen Reiz der LĂ€ufe in Mira aus.

Nach so vielen Teilnahmen steht heute weniger das Resultat im Vordergrund als das Erlebnis selbst: unterwegs sein, die eigene Konzentration testen und feststellen, dass sorgfĂ€ltiges Orientieren auch in der Kategorie H80 noch grosse Freude bereitet. Besonders schön sind die Momente, wenn ein Posten exakt auftaucht, wo man ihn erwartet hat – ein kleines Erfolgserlebnis, das den ganzen Lauf tragen kann.

Nach acht Etappen war die OL-Reise noch nicht beendet. Am folgenden Wochenende ging es weiter nach Viseu zu einer zweitĂ€gigen Veranstaltung im Landesinnern. Dort zeigte sich Portugal plötzlich von einer ganz anderen Seite: ruhiges Wetter und bereits fast sommerliche Temperaturen. Nach dem stĂŒrmischen Beginn fĂŒhlte sich das Laufen in der warmen Sonne beinahe wie ein vorgezogener FrĂŒhling an. Das hĂŒgeligere GelĂ€nde mit vielen Felsformationen verlangte nochmals Einsatz, bot aber einen gelungenen Abschluss von drei intensiven OL-Wochenenden. So blieb am Ende eine abwechslungsreiche Reise mit allen Wetterlagen – vom Sturm an der AtlantikkĂŒste bis zu fast sommerlicher WĂ€rme im Inland – sowie vielen schönen Begegnungen und wertvollen Wettkampfkilometern. Ein Saisonauftakt, der einmal mehr zeigte, warum mich Portugal seit Jahren immer wieder anzieht

Beira Litoral O' Meeting in Figueira da Foz

Die beiden Waldetappen boten Highspeed-OL in gut belaufbarem GelÀnde. Mir gelangen zwei gute LÀufe.

Beim StĂ€dlisprint herrschte jedoch orkanartiger Wind – Kartenlesen unter extremen Bedingungen. Teilweise flogen StĂŒhle aus den Gartenrestaurants ĂŒber die Strassen. Gegen den Wind war kaum ein VorwĂ€rtskommen möglich, wĂ€hrend einen der Sturm mit krĂ€ftigem Schub nach vorne trieb, sobald man RĂŒckenwind hatte. Orientierungslauf unter extremen Wetterbedingungen.






























Karten-POM

Den Urbansprint in Praia da Mira konnte ich noch bei trockenen, aber stĂŒrmischen Bedingungen absolvieren. Drei der vier Waldetappen gelangen mir mehr oder weniger akzeptabel.

Die vierte und letzten Etappe, die im Jagdstartmodus gestartet wurde: Diese verbockte ich total. Bereits zum ersten Posten musste ich durch knietiefes Wasser, und danach verschwand ich auf dem Weg zu Posten 2 komplett in der Pampas. Der restliche Lauf verlief dann wieder akzeptabel.









 




















































Freitag, 9. Januar 2026

Sylvester Lauf Belgien

 19. Teilnahme am traditionellen Silvester-5-Tage-OL in Belgien

Zum 19. Mal stand ich am Start des traditionellen Silvester-5-Tage-OL in Belgien, Wie schon frĂŒher wohnten wir wieder in der schönen Ferienwohnung bei Nancy und Frank in Opoeteren, fast schon ein zweites Zuhause zum Jahreswechsel.

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: fĂŒnf Tage Sonnenschein, dafĂŒr knackig kalt, meist mit Minustemperaturen. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren die WĂ€lder diesmal deutlich schöner, besser belaufbar und eigentlich ideal fĂŒr guten OL … eigentlich. -offenbar lerne ich es einfach nicht 😄.

Denn leider leistete ich mir auf jeder Etappe mindestens auf einer Teilstrecke einen gröberen Fehler – offenbar gehört das bei mir inzwischen ebenso zum Programm wie Karte und Kompass. Dennoch klassierte ich mich bei meinem letzten Antreten in der Kategorie H75 immer im soliden Mittelfeld. Ganz ohne Drama geht es halt auch zum Abschluss der H75 Kategorie nicht 😉