Donnerstag, 26. Februar 2026

Portugal 2026

 18. Teilnahme am Portugal O-Meeting in Mira (13.–17. Februar 2026)

Auch 2026 führte mich der Saisonauftakt im Orientierungslauf wieder nach Portugal. Bereits zum 18. Mal nahm ich am Portugal O-Meeting in Mira teil – inzwischen ein fester Bestandteil meines OL-Jahresprogramms und immer wieder ein Wiedersehen mit vertrauten Landschaften und bekannten Gesichtern.

Diesmal begann die Reise 4. Februar allerdings wettertechnisch wenig portugiesisch. Am Wochenende 7./8. Feb. beim BLOM26 in Figueira da Foz zeigte sich der Atlantik von seiner rauen Seite. Starker Wind, Regen und zeitweise richtig stürmische Bedingungen begleiteten die Wettkämpfe. Die Dünenlandschaften waren zwar wie immer reizvoll, doch Orientierungslauf bei peitschendem Regen verlangt zusätzliche Konzentration – Karte trocken halten, Kompass ruhig führen und trotz nassem Untergrund sauber laufen. Eine echte Herausforderung gleich zu Beginn der Reise.

Zum Start des Portugal O-Meetings vom 13. bis 17. Februar in Mira besserte sich das Wetter langsam. Wind und Regen liessen von Etappe zu Etappe nach, und die Bedingungen wurden zunehmend angenehmer. Die typischen Pinienwälder mit ihrem sandigen Boden verlangten präzises Orientieren, auch wenn das Gelände oft harmlos aussieht. Kleine Richtungsfehler können hier schnell Zeit kosten. Gerade diese Mischung aus gut belaufbaren Abschnitten und technischen Passagen macht für mich den besonderen Reiz der Läufe in Mira aus.

Nach so vielen Teilnahmen steht heute weniger das Resultat im Vordergrund als das Erlebnis selbst: unterwegs sein, die eigene Konzentration testen und feststellen, dass sorgfältiges Orientieren auch in der Kategorie H80 noch grosse Freude bereitet. Besonders schön sind die Momente, wenn ein Posten exakt auftaucht, wo man ihn erwartet hat – ein kleines Erfolgserlebnis, das den ganzen Lauf tragen kann.

Nach acht Etappen war die OL-Reise noch nicht beendet. Am folgenden Wochenende ging es weiter nach Viseu zu einer zweitägigen Veranstaltung im Landesinnern. Dort zeigte sich Portugal plötzlich von einer ganz anderen Seite: ruhiges Wetter und bereits fast sommerliche Temperaturen. Nach dem stürmischen Beginn fühlte sich das Laufen in der warmen Sonne beinahe wie ein vorgezogener Frühling an. Das hügeligere Gelände mit vielen Felsformationen verlangte nochmals Einsatz, bot aber einen gelungenen Abschluss von drei intensiven OL-Wochenenden. So blieb am Ende eine abwechslungsreiche Reise mit allen Wetterlagen – vom Sturm an der Atlantikküste bis zu fast sommerlicher Wärme im Inland – sowie vielen schönen Begegnungen und wertvollen Wettkampfkilometern. Ein Saisonauftakt, der einmal mehr zeigte, warum mich Portugal seit Jahren immer wieder anzieht

Beira Litoral O' Meeting in Figueira da Foz

Die beiden Waldetappen boten Highspeed-OL in gut belaufbarem Gelände. Mir gelangen zwei gute Läufe.

Beim Städlisprint herrschte jedoch orkanartiger Wind – Kartenlesen unter extremen Bedingungen. Teilweise flogen Stühle aus den Gartenrestaurants über die Strassen. Gegen den Wind war kaum ein Vorwärtskommen möglich, während einen der Sturm mit kräftigem Schub nach vorne trieb, sobald man Rückenwind hatte. Orientierungslauf unter extremen Wetterbedingungen.






























Karten-POM

Den Urbansprint in Praia da Mira konnte ich noch bei trockenen, aber stürmischen Bedingungen absolvieren. Drei der vier Waldetappen gelangen mir mehr oder weniger akzeptabel.

Die vierte und letzten Etappe, die im Jagdstartmodus gestartet wurde: Diese verbockte ich total. Bereits zum ersten Posten musste ich durch knietiefes Wasser, und danach verschwand ich auf dem Weg zu Posten 2 komplett in der Pampas. Der restliche Lauf verlief dann wieder akzeptabel.